Wilsdruffer Land
Gemeindebrief Sommer 2026
Der menschliche Körper als Bild für die Gemeinde: „Es ist wie beim menschlichen Körper: Er bildet eine Einheit und besteht doch aus vielen Körperteilen. Aber obwohl es viele Teile sind, ist es doch ein einziger Leib. So ist es auch mit Christus. Denn als wir getauft wurden, sind wir durch den einen Geist alle Teil eines einzigen Leibes geworden.“ (1. Kor. 12)
Liebe Leserinnen und Leser, liebe Gemeinde,
Ende Mai haben wir das Pfingstfest gefeiert und gehen mit der Botschaft von Pfingsten in die Sommerzeit. Das Pfingstfest gilt als Geburtstag der Kirche. Der Heilige Geist ist den Menschen als Begleitung geschenkt. Aus der Gabe des Geistes erwächst die Gemeinschaft der Christinnen und Christen. In der Gemeinschaft der Kirche haben aber nicht alle die gleichen Fähigkeiten, Gaben und Aufgaben. Dieses thematisiert der Apostel Paulus im 12. Kapitel des 1. Korintherbriefes. Einerseits finden alle Christinnen und Christen im Geist Christi zusammen. Andererseits hat jeder und jede eine eigene Geistesgabe empfangen und demzufolge etwas Eigenes, Einzigartiges und Unverwechselbares in die christliche Gemeinde einzubringen. Die Vielfalt belebt das Miteinander. Der Reichtum der Gaben befördert das Leben in der Kirche.
Auf dem Titelbild ist der obere Teil des Altars der Grumbacher Kirche zu sehen. Auch wenn das ikonografische Programm des vom Meißner Bildhauer Johann Friedrich Richter geschaffenen Hochaltars auf eine andere Aussage abzielt, so möchte ich das zu Sehende als Vielfalt der Gaben und Aufgaben deuten: Die vier Evangelisten mit ihren Symbolen sowie Putten mit Posaunen und in liebevoller und netter Weise dargestellt zwei Putten mit Werkzeugen, mit Zange und Hammer. Wie die meisten Figuren des Altars haben sie ein Lächeln auf den Lippen.
In unseren Kirchgemeinden leben wir davon und sind darauf angewiesen, dass Menschen in freundlicher und authentischer Weise von ihrem Glauben erzählen. Ohne die Musik in ihrer vielfältiger Weise wäre das Zusammenkommen und zusammen Glauben ausgesprochen arm. Unsere Kirchen und Gemeinderäume sähen traurig aus, wenn es keine Menschen gäbe, die sich mit viel Liebe und Sachverstand um sie kümmern würden. Es wären an dieser Stelle noch viele weitere Gaben und Aufgaben zu nennen; aber es soll bei den auf dem Titelbild zu sehenden Gaben und Aufgaben belassen werden.
Im September werden die Kirchenvorstände in unseren Gemeinden neu gewählt. Es werden Menschen mit ihren Gaben für diese Aufgabe gesucht. Weiteres zu den Kirchenvorstandswahlen finden Sie in diesem Heft. Vielleicht haben Sie Lust und Freude, sich mit dem Ihnen Gegebenen in diese wichtige Aufgabe einzubringen.
- Gemeindebrief Sommer 2026 (PDF-Dokument, 672,5 kB)